Joachim Gauck Steckbrief

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Joachim Gauck ist ein deutscher Politiker und war zu Zeiten der DDR ein evangelischer Theologe, welcher sich nach dessen Auflösung für eine Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen, welche dort stattfanden, einsetzte. Im Jahr 2012 wurde Joachim Gauck der elfte deutsche Bundespräsident und behielt dieses Amt bis zum Jahre 2017 bei.

Fakten im Überblick

– Vorname: Joachim
– Name: Gauck
– geboren am: 24. Januar 1940 (Rostock)
– Geschlecht: männlich
– Land: Rostock (ehemalige DDR, heute BRD)
– Beruf: Politiker und Evangelischer Theologe

Kindheit und Schulzeit

• Joachim Gauck wurde 1940 als Sohn eines Marineleutnants,
sowie einer Bürokauffrau geboren und verbrachte seine Kindheit in Wustrow an der Ostsee.
• nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges siedelte seine Mutter mit den Kindern nach Rostock um, während sich sein Vater in britischer Kriegsgefangenschaft befand.
• ab 1946 besuchte Gauck in Rostock eine Grundschule, sowie anschließend eine Oberschule, an welcher er sein Abitur absolvierte.
• Nachdem die Briten Gaucks Vater aus der Kriegsgefangenschaft entlassen hatten, wurde dieser von den Sowjets verschleppt und in ein Arbeitslager gebracht. Aus diesem Grund entwickelte Joachim Gauck früh eine große Skepsis gegenüber dem kommunistischen Regime der DDR.

Studium der Theologie

• im Jahr 1958 begann Gauck in Rostock das Studium der Theologie und blieb bis zum Jahr 1965 an der Uni Rostock.
• Gauck studierte das Fach Theologie weniger aus religiösen Gründen, als vielmehr aus Interesse an philosophischen Themen.

Arbeit als Pastor in der DDR

• Eine Sinnkrise Gaucks verzögerten seinen Antritt zum Pastorenamt um einige Zeit. Im Jahr 1967 arbeitete er erstmals als Pastor in Lüssow und wechselte im Jahr 1971 nach Rostock-Evershagen.
• Im Jahr 1982 stieg Gauck zum Leiter des Kirchentages in Mecklenburg auf und übte dieses Amt bis zum Jahre 1990 aus.
• Der Kirchentag 1988 hatte u.a. zum Ziel, einen Moralappel an die SED-Regierung zu senden, wofür Gauck im Nachhinein oft für seine sehr kritische Haltung zur DDR gelobt wurde.
• In Wirklichkeit hatte Gauck aber nie Kontakt zu aktiven oppositionellen Kräften in der DDR.

Abgeordneter in der DDR-Volkskammer

• Im Jahr 1990 trat Gauck für kurze Zeit für das Bündnis 90 in die Volkskammer ein und beschäftigte sich hier mit der Bedeutung der Stasi innerhalb der DDR.

Leiter der „Gauck Behörde“

• Im Jahr 1990 übernahm Gauck die Aufsicht über die Millionen von Seiten umfassenden Stasi-Akten und betrieb Aufklärungsarbeit zu den massig in der DDR stattgefundenen Menschenrechtsverletzungen.

Gauck wird Bundespräsident

• Am 18. März 2012 wurde Gauck zum Bundespräsidenten gewählt. Er zeichnete sich durch Beiträge zum Thema Vorratsdatenspeicherung, , Hartz IV, Stuttgart 21, Occupy Wall Street, sowie anderen, zu der Zeit zum Teil kontrovers diskutierten Themen, aus.
• Im Jahr 2017 wurde Gauck aus Altersgründen von Frank- Walter Steinmeier aus dem Amt des Bundespräsidenten abgelöst.
 

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(Beitrag aktualisiert am 15. Oktober 2018)

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